Was ist Qigong?

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Qigong hat in China eine 5000-jährige Tradition und ist neben Akupunktur, Akupressur, Tuina (chin. Massage) und Kräutertherapie Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Die Grundlagen dieser Teilbereiche sind gleich; es geht immer um Energiezuführung, -regulierung oder -ableitung.

Qigong Übungen wurden zur Gesundheits- und Lebenspflege entwickelt und können von jedem erlernt werden, unabhängig von Alter, Wissen und körperlicher Konstitution.

Durch die Bewegungs- und Atemübungen werden die Voraussetzungen im Körper geschaffen, das Qi zu sammeln, zu nähren, zu stärken und frei im Körper zirkulieren zu lassen. Damit werden die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem aktiviert und der Körper wird in die Lage versetzt, auch bei chronischen Erkrankungen eine Stabilisierung zu erreichen. Zudem treten Entspannung und innere und äussere Harmonie ein.

Als Qi wird unsere Lebensenergie bezeichnet, die wir einmal vorgeburtlich durch unsere Anlagen mitbringen und zudem nachgeburtlich durch eine gesunde Lebensführung und durch Qigong stärken können.

Gong bedeutet der Prozess des stetigen Übens des Qi.

Insgesamt gibt es viele tausend verschiedene Übungsformen des Qigong. Die Wahl der Methode richtet sich nach den Bedürfnissen und dem Beschwerdebild des einzelnen Menschen.

Qigong-Übungen können überall, zu jeder Zeit und von Menschen aller Alterstufen praktiziert werden.

Wie wirkt Qigong?

Qigong-Übungen verbinden Körper, Atem und Vorstellungskraft auf harmonische Weise. So erwächst ein Gefühl für den eigenen Qi-Fluß. Es entwickeln sich die Fähigkeiten, Disharmonien wahrzunehmen und wirksam auszugleichen. Durch eine Sensibilisierung der Wahrnehmung kann sich ein positives Körpergefühl entwickeln. Daraus erwächst eine Zunahme an Ausgeglichenheit, Achtsamkeit, innerer Ruhe, Kreativität, Persönlichkeitsentfaltung und Lebensfreude.

Qigong dient der Gesunderhaltung, aber auch der Heilung. Es stärkt das Immunsystem und wirkt harmonisierend auf das vegetative Nervensystem. Das Qi hat seine eigene Weisheit und wirkt dort, wo es gebraucht wird. Somit können die Übungen bei jedem Menschen anders ausgleichend wirken.

Positive Erfahrungen - dies ist möglich:

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/foto-vernetzung.jpg- Das Gefühl, selbst etwas für sich tun zu können

- die Vitalität erhöht sich

– Die Selbstheilungskräfte des Körpers regen das Immunsystem an

– Stressfolgen bauen sich ab

– Innere Ruhe kehrt ein

– Die geistige Entwicklung wird unterstützt

– Muskelverspannungen und Schmerzen dürfen sich lösen

– Fehlhaltungen des Körpers korrigieren sich

– Denk-, Lern- und Erinnerungsvermögen steigern sich

– Intuition und Kreativität entfalten sich

– Gelenkigkeit und Lebensfreude bleiben bis ins hohe Alter erhalten

– Qigong kann dein Herz öffnen und die Tür zur spirituellen und Geistigen Welt

Qigong-Übungen...

-verbinden Bewegung mit meditativer Ruhe

- vereinen Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft

- sind sanft, geschmeidig, natürlich und ungezwungen

- werden im Stehen, Gehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt

- sind vielfältig und für jeden Menschen zu erlernen

Krankheitsentstehung nach der TCM

Die Gesamtheit des Menschen besteht aus Yin und Yang, die in Balance sein sollten.

Yin sind die nicht sichtbaren Anteile wie z.B. Geist, Energie und Gedanken, Yang die Sichtbaren, die durch Labor, Mikroskop und Organe zu untersuchen sind.

Die Schulmedizin erfasst nur den Yang Teil, die TCM jedoch Yin und Yang.

Eine Erkrankung kann von der Yang Materialseite kommen und wirkt sich auf Yin aus, ebenso umgekehrt Yin wirkt sich auf Yang aus. So können negative Gefühle, Hass, Stress, Bedrohung die Körperenergie beeinflussen. Es kommt zum Energiestau, zu Leere oder Mangel.

Energiestau äußert sich z.B. durch einen Kloß im Hals, Blähungen, Schmerzen ohne klinische Diagnose.

Energiemangel führt zu Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und Schwäche.

Wenn längere Zeit psychische Probleme vorhanden sind, ändert sich unsere Energiequalität, das Herz wird verschlossen, Haut, Poren, Punkte sind verschlossen. Dadurch kommt es nicht mehr zum Energieaustausch, alte, verbrauchte Energie kann den Körper nicht mehr verlassen, neue kann nicht eintreten.

Nach der TCM beginnen damit Vergiftungsvorgänge im Körper. Die Schulmedizin hat zu diesem Zeitpunkt noch keinen klinischen Befund, aber Symptome sind bereits vorhanden, z.B. kalte Füße, Haarausfall und Müdigkeit.

Es handelt sich in diesem Stadium um eine Qi Krankheit, und erst im nächsten Stadium sind Symptome messbar,

Z.B.       Immunsystemschwäche

              Sauerstoffmangel

              Mineralienmangel

              Kreislaufschwäche

              Autoimmunsystemstörungen.

Nach der Schulmedizin ist die Ursache dieser Beschwerden meist noch unklar. Erst wenn der Krankheitsverlauf fortschreitet, kommt es zum pathologischen Befund:

Z.B.     Zysten

             Tumor

             Myome

             Gallensteine

             Nierenversagen

             Magengeschwür

             MS

             Diabetes

             usw.

Es gibt kein Heilversprechen aber mit Qigong ist alles ist möglich:

Da die Krankheitsursache im gestörten Qi liegt, müssen wir zum Ursprung zurückgehen, diese Tür wieder öffnen und das Qi heilen.

Qigong löst Stau- und Mangelzustände auf, führt Energie zu, verstärkt positiv die Psyche und den Charakter.

Der Vorteil des Qigong liegt darin, dass es sich um einen aktiven Heilungsweg handelt.

Qigong lebt von der Eigeninitiative des Menschen.

Wir werden selbst aktiv, nehmen unser Leben (wieder) selbst in die Hand. Das Körper-Qi wird gründlich gereinigt und die Psyche reguliert.

Qigong hat keine Nebenwirkungen, verursacht keine Kosten, geht in den „inneren Besitz“ des Übenden über und verbindet zudem wieder mit der Natur.

Ein Nachteil von Qigong ist, dass man es selbst tun muss und Zeit in Anspruch nimmt, es ist kein Wundermittel, welches sofort wirkt. Jedoch, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir investiert haben, um krank zu werden, sollten wir uns auch Zeit nehmen für unsere Gesundung.

"Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich, was ich brauche."

(Laotse)

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