Info klassisches Hatha-Yoga

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Ich absolvierte meine Yogalehrer-Ausbildung in der Tradition von Swami Sivananda 2007-2008 im Yoga Vidya Ashram in Bad-Meinberg. Es war mir sehr wichtig meine Ausbildung in einer klassischen, traditionell-indischen Yoga-Tradition zu absolvieren und meine Ausbildungszeit in einem indischen Ashram (mit westlichem Standard) zu verbringen. Seitdem fahre ich regelmäßig dorthin für Yogalehrer-Weiterbildungen, Workshops, Seminare oder einfach nur um die Ashram-Atmosphäre zu genießen und mich neu inspirieren zu lassen.

Die Tradition:

Swami Sivananda war einer der ganz großen Yoga-Meister Indiens. 1932 gründete er den Sivananda Ashram in Rishikesh, von dem aus eine Renaissance des Yoga in Indien und dann auch eine starke Verbreitung des Yoga in der ganzen Welt ausging. Als Arzt erkannte er insbesondere die Bedeutung des Hatha Yoga (Körperübungen) in der modernen Welt. Er lehrte die Asanas (Yogastellungen) in einer bestimmten Reihenfolge. Sie wurde als die "Rishikesh-Reihe" bezeichnet, nach der Stadt wo der Sivananda Ashram liegt.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/Kobra.jpgDie Rishikesh-Reihe ist eine Abfolge von 12 Grundstellungen. Aufgrund ihrer wunderbaren Wirkungen auf alle Organe und Organsysteme, sowie auf die feinstofflichen Strukturen des Menschen ist die Rishikesh-Reihe heute vermutlich die weltweit am meisten geübte Asana-Reihe.

Im Yoga unterliegt nichts dem Zufall. In der Übungsserie der Rishikesh-Reihe fügt sich jede Stellung an ihrem bestimmten Platz ein, vervollständigt oder verstärkt die Wirkung der vorhergehenden, bereitet auf die folgende vor oder ist eine ausgleichende Gegenstellung.

Die Reihenfolge in den Asanas unterliegt einer einfachen Grundformel: Zuerst aktivieren wir den Körper mit dem Sonnengruß und seine zahlreichen Variationen. Anschließend folgen Umkehrstellungen, Vorbeugen, Rückbeugen, seitliche Drehungen und seitliche Dehnungen. Am Ende wird mit den Standübungen eine feste Verwurzelung ermöglicht.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/Bogen.jpgIm Sivananda-Yoga ist die "Langsamkeit" das Geheimnis der raschen Fortschritte. Die Asanas werden langsam und meditativ mit tiefer Bauchatmung ausgeführt. Nur wenn die Muskeln entspannt sind, werden sie sich strecken und erlauben, in der Stellung vorwärts zu kommen. Die Wirkung der Asanas ist somit nicht nur von der Technik, sondern auch von der geistigen Konzentration abhängig, die sie begleitet. Wer so in den Haltungen verweilt, optimiert die Regeneration der Organe, stimuliert das Nervensystem, tonisiert die Muskulatur und bekommt eine Idee für das Gefühl der Weite, welche die Meditation prägt.

Auch Dinah Rodrigues, die Gründerin des Hormon Yoga, verwendet in ihrem Therapieprogramm Techniken aus dem klassischen Hatha Yoga und Kundalini Yoga in der Tradition von Swami Sivananda.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/yogamattefrau.jpgDas die ganzheitliche klassische Hatha-Yoga Praxis mit Asanas, Pranayama, Entspannung und Meditation die Symptome des Älterwerdens, zu denen die Wechseljahre auch gehören, hinauszögert und lindert, das beschreiben schon die alten Yogatexte wie die "Hatha Yoga Pradipika" genauestens. Wer bis zum Ende seines Lebens mit dem Ziel der Einheit meditieren will, der braucht einen gesunden Körper, und das Werkzeug dafür liefert der Hatha Yoga.

Die Asanas (Yogastellungen) haben das Ziel, die Funktion der Organe und Drüsen zu normalisieren, besonders die Funktion der endokrinen Drüsen (Hormondrüsen), die Stoffwechselgleichgewicht, Form und Gewicht des Körpers bestimmen.

Es ist möglich mit einer regelmäßigen Hatha-Yoga Praxis u. a. auch die Symptome der Wechseljahre deutlich verbessern.


"Gesundheit ist Reichtum. Innerer Friede ist Glück. Yoga zeigt einen Weg."

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