Hormon Balance - Yoga für Frauen, nach Dinah Rodrigues

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Kurs "Hormon Balance - Yoga für Frauen" wird ab Herbst 2021 angeboten (mittwochs 18:30 - 20:30 Uhr). Siehe "Hormon Balance Yoga für Frauen ... wie fang ich an?".

Hormon-Yoga ist eine energetische Yogaform mit Elementen aus dem Hatha Yoga und dem Kundalini Yoga nach Swami Sivananda in Kombination mit tibetischen Energie-Übungen. Es hilft Wechseljahrsbeschwerden vorzubeugen und entgegenzuwirken, kann aber auch bei anderen Formen hormoneller Dysbalancen helfen. Die Hormon-Yoga-Übungsreihe ist zusammengesetzt aus Asanas (Körperübungen), die direkt auf die weiblichen hormonerzeugenden Drüsen und Organe wie Eierstöcke und Schilddrüse wirken. Atemübungen und anschließende Energielenkung zu den Hormondrüsen verstärken diese Wirkung. Auch in anderen Yogaformen gibt es Übungen, die direkt auf diese Körperregionen einwirken. Die hormonelle Yogatherapie ist jedoch sehr viel komplexer und wirkt durch die spezielle Auswahl der Übungen in Kombination mit Pranayama und Energielenkung sehr viel intensiver.

Woher kommt Hormon-Yoga?

Hormon-Yoga, wie wir es in Deutschland kennen, hat die Brasilianerin Dinah Rodrigues (geboren 1927) entwickelt. Sie ist diplomierte Philosophin und Psychologin und praktiziert und unterrichtet seit über 40 Jahren Yoga. Dank ihrer intensiven Hatha-Yoga-Praxis kam sie tl_files/devananda/bilder-bei-texte/foto-wiefangichan.jpgselbst beschwerdefrei durch ihre Wechseljahre und entwickelte in der Folge im Jahr 1992 die hormonelle Yogatherapie. 1993 führte sie eine Studie durch, um die Wirkungen von Hormon-Yoga gegen die Symptome von hormonellem Ungleichgewicht wissenschaftlich zu untermauern. Die Studie belegte, dass der Hormonspiegel durch regelmäßig praktiziertes Hormon-Yoga um bis zu 200 Prozent angehoben werden kann. Teile der Studie und Fallbeispiele kann man in ihrem Buch „Hormon Yoga“ nachlesen.

Wie funktioniert Hormon-Yoga?

Hormon-Yoga funktioniert über eine kluge Kombination aus Asanas, also Körperhaltungen, Atmung und Energielenkung. Diese ganz besondere, sehr wirksame Kombination unterscheidet das Hormon-Yoga ganz deutlich von anderen Yogastilen.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/Yogaatem.jpgHormon-Yoga basiert auf der Lenkung von Prana/Qi – der Lebensenergie, die unseren Körper durchströmt. Die Hormon-Yoga-Übungen aktivieren das Prana/Qi und leiten es mithilfe von Visualisierung zu den Hormondrüsen wie Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren und Eierstöcke. Dafür werden in ausgewählten Asanas kräftiges Bhastrika, eine Atemtechnik aus dem Kundalini Yoga, oder die Ujjayi-Atmung praktiziert. Die Kombination von Asanas und Pranayma hilft, schnell viel Prana zu aktivieren und gleichzeitig die relevanten Hormondrüsen zu massieren und stimulieren. Damit die freigesetzte Energie im Körper bleibt, werden sogenannte Bandhas, also Körperverschlüsse, gesetzt. Zusätzlich wird eine tibetische Form der Energie-Lenkung angewendet, mit der das Prana gezielt an die gewünschten Stellen im Körper gesendet wird.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/web-lotusblume.jpgDa Stress sehr schädlich für die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron ist, bilden Entspannungsübungen ebenfalls einen wichtigen Teil jeder Hormon-Yoga-Praxis. Yoga Nidra, Meditation oder Savasana helfen, Stress entgegenzuwirken und ihm vorzubeugen. Hormon-Yoga ist ein ganzheitliches System und wirkt sich neben der Hormonproduktion auch positiv auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Kreislauf aus. Langfristig kann die gesteigerte Hormonproduktion auch Erkrankungen wie Osteoporose oder Herz-Gefäßerkrankungen vorbeugen.

Die Wirkungen von Hormon-Yoga

Es gibt die vielfältigsten Beweggründe, die die Frauen zum Hormon-Yoga führen. Junge Frauen kommen am häufigsten mit der Problematik des unerfüllten Kinderwunschs zum tl_files/devananda/bilder-bei-texte/frauamstrand.jpgHormon-Yoga, aber auch mit starken Menstruations- bzw. Zyklusbeschwerden. Ältere Frauen führen meistens die Beschwerden der Wechseljahre auf die Matte. So ist Hormon-Yoga für sehr viele Frauen geeignet – man kann sagen für (fast) alle Frauen ab 35 Jahren, denn dann bereits beginnt die natürliche Hormonproduktion nachzulassen.

Hormon-Yoga ist ein ganzheitlicher Übungsweg und seine Wirkung zielt dementsprechend auf unterschiedliche Ebenen ab. So unterstützt es uns sowohl körperlich als auch mental dadurch, dass Körper- und Atemübungen mit Entspannungstechniken und meditativen Elementen verbunden bzw. durch sie ergänzt werden. Das wiederum ist für Frauen heute, die Familie und Beruf gut – wenn nicht perfekt – vereinbaren wollen, besonders wichtig, da unser Hormonsystem anfällig auf Stress reagiert, was sich natürlich besonders in unserer rasanten und schnelllebigen Zeit bemerkbar macht.

Hormon-Yoga in den Wechseljahren

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/senioryoga.jpgDinah Rodrigues hat Hormon-Yoga entwickelt, damit Frauen sich präventiv auf die Zeit der Wechseljahre vorbereiten und Wechseljahrsbeschwerden auf eine natürliche Art effektiv lindern können. Die Menopause bedeutet das Ende der Menstruation und Fortpflanzung, da die Eierstöcke in dieser Phase nach und nach ihre Aktivität einstellen. Die Produktion weiblicher Hormone wie Östrogen nimmt ab, und der Hormonspiegel sinkt. Der Hormonmangel bringt eine Reihe von unterschiedlich intensiv ausgeprägten Beschwerden auf physischer und psychischer Ebene mit sich. Frauen leiden in dieser Phase unter körperlichen Symptomen wie Haarausfall, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Gelenkbeschwerden oder trockener Haut.

Der Hormonabfall kann sich zudem auf der seelischen Ebene zeigen, da Frauen häufig vollkommen aus der Balance geraten und unter Depression, Unruhe und genereller Lustlosigkeit leiden. Lange Zeit haben Ärzte den Östrogenabfall durch das tl_files/devananda/bilder-bei-texte/wegdergoettin.jpgEinnehmen von künstlichen Hormonen kompensiert. Die Hormonersatztherapie wirkt jedoch zum einen bei vielen Frauen nicht und zieht zum anderen oft gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen wie ein steigendes Brustkrebsrisiko oder Thrombose nach sich. Nicht nur vor oder während der Wechseljahre kann Hormon-Yoga helfen, hormonell bedingte körperliche Beschwerden in den Griff zu bekommen. Bereits ab dem 35. Lebensjahr beginnt der Östrogenspiegel bei Frauen langsam zu sinken. Daher können Frauen schon in diesem Alter von Hormon-Yoga profitieren.

Hormon-Yoga bei anderen Beschwerden

Jüngere Frauen leiden immer häufiger unter einem hormonellen Ungleichgewicht, das sich in unverhältnismäßig stark ausgeprägten Menstruationsschmerzen, PMS und tl_files/devananda/bilder-bei-texte/Yoginilotusbluete.jpgZyklusstörungen äußert. Hormon-Yoga kann diese Probleme sowie emotionale Reizbarkeit und Schlafstörungen während des Monatszyklus gut regulieren. Hormonstörungen zeigen sich in seltenen Fällen ebenfalls durch eine verfrühte Menopause oder polyzystische Eierstöcke (PCO) und durch ein gesteigertes Risiko für durch Hormonmangel ausgelöste Osteoporose und Herz- und Gefäßerkrankungen. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch wirkt Hormon-Yoga durch die Wiederherstellung des Hormonspiegels und die Aktivierung der Eierstöcke unterstützend.

Gegenanzeigen: Wann sollte kein Hormon-Yoga praktiziert werden?

Ein absolutes Verbot für Hormon-Yoga gilt bei Brustkrebs oder schwerer Endometriose bzw. bei Krebserkrankungen, die hormoninduziert (hormonell bedingten Ursprungs) sind. tl_files/devananda/bilder-bei-texte/meditation am strand.jpgWährend der Menstruation sollte nicht oder nur sanft geübt werden.

Es gibt Gesundheitsprobleme, bei denen es nicht ratsam ist, den Östrogenspiegel anzuheben, daher sollte Hormon-Yoga bei hormonell bedingten Krankheiten nicht ausgeführt werden. Es ist immer ratsam, einen Arzt hinzuzuziehen und ihn über die Wirkungsweise und Übungsarten von Hormon-Yoga aufzuklären. Während der Schwangerschaft und Menstruation sowie bei starker Osteoporose, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder behandlungsbedürftigen Depressionen sollte von Hormon-Yoga ebenfalls abgesehen werden.

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