Sommersonnenwende - Litha - Lebendigkeit - Fülle - Vereinigung

 

Die Botschaft der Sommersonnenwende für dich:

Genieße mit allen Sinnen den Sommer und sammle in der Fülle, mit Leichtigkeit und Lust deine Schätze. Erfreue dich an ihnen in der dunklen Zeit.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/litha.jpgDie Sommersonnenwende ist rund um den 21. Juni und die Sommersonnenwende ist die Zeit, zu der die Stunden des Tageslichts am längsten sind, mit kurzen, dunklen Nächten. Heutzutage kennzeichnet Litha eher den Beginn des Sommers, als seinen Höhepunkt. Warme Sommertage folgen, von Ende Juni, den ganzen Juli hindurch und bis in den August hinein. Alles in der Natur ist lebendig und lebenssprühend und drückt ihre wundervolle Vielfalt von Farben, Formen und Inhalten aus. Die Bäume sind alle mit Blättern und Blüten bedeckt. Gräser wachsen in den Feldern und Wiesen, Pflanzen sind zu ihrer doppelten, wenn nicht sogar dreifachen früheren Größe angewachsen und erfüllen die Hecken und Gärten mit wunderschönem Grün und Blüten. Getreide und Gemüse wächst in den Feldern. Schwärme von Vögeln fliegen aus anderen Ländern heran, um das Sommerwetter zu genießen. Junge Tiere spielen in den Wäldern und Feldern.

Astrologisch befinden wir uns bei der Sommersonnenwende im Übergang von Zwillinge (Luft/Sonne) zum Sternzeichen Krebs (Wasser/Mond). Bei Zwillinge geht es um Leichtigkeit und Neugierigsein, um Lernen und Erkundenwollen. Kommunikation, Kontakt mit anderen und intellektueller Austausch sind weitere Themen dieses Zeichens. Im Sternzeichen Krebs geht es um die Wendung nach innen, zu den Gefühlen, und die seelische Auseinandersetzung mit allen Erlebnissen. Im Mittelpunkt stehen auf der einen Seite das empfindsame und bedürftige Kind und auf der anderen Seite die nährende und beschützende Mutter. Die Aufgabe ist, diese Anteile in uns wahrzunehmen, anzunehmen und zu leben.

Die Zeit des Sommers, in der sich die größte Hitze entwickelt, beginnt in einem Wasserzeichen. Die intensivste Kraftentfaltung der Sonne bahnt sich an, und allmählich ist auch ihre destruktive Seite zu ahnen. Aus der lebenspendenden Kraft der Sonne, die alles wachsen und gedeihen, fruchten und reifen lässt, wird allmählich die zerstörerische Kraft des Verbrennens und des Verdorrens. Genau jetzt tritt die Sonne in das Wasserzeichen Krebs ein und erinnert daran, wie wichtig auch die andere Seite, der Gegenpol, ist – hier das Wasser, die kühlende Nacht und die Mondkräfte.

Wasser reinigt alles was es berührt. Wasser symbolisiert die Emotionen. Sein Fließen stellt dar, auf welche Weise unsere Emotionen ebenfalls fließen sollen, mühelos wie ein murmelnder Bach und ruhig wie ein tiefer See, der von Bewegungen an der Oberfläche ungestört bleibt.

Es geht um ein Innehalten inmitten der sprudelnden Lebens- und Schöpfungskraft, und von Schönheit und Ausdehnung und darum, die Emotionen in sich zu spüren, sich mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen zu verbinden. Es ist die Zeit der sprudelnden Quelle, der Erfolgserlebnisse. Der Mensch sieht den Erfolg seiner neuen Verhaltensweisen und wird nun über den Weg des Wassers noch einmal ins Innere geführt, um mit der Wasserkraft "Details" zu finden, in den Fluss zu kommen, um sein Potential, sein Ziel, seine Vision, seinen Traum noch weiter zur Ausdehnung zu bringen und um Hindernisse wegzuspülen die ihm im Wege stehen. Das Element Wasser steht uns hilfreich zur Seite, wenn etwas in Fluss kommen soll. Es wiegt Frauen in den Zyklen von Ebbe und Flut, lehrt die Qualitäten von Zurückziehen und schäumendem Nach-vor-Preschen. Wasser verleiht Saft und Kraft und es wird ganz einfach, Ideen und Projekte aus sich herausfließen zu lassen, so wie die Flüsse dieser Erde.

In dieser Zeit des Reifens und der Fülle, in der die Ernte von vielen Früchten beginnt, erleben wir die üppige, reiche und verschwenderische Seite der Natur, die uns nährt und erhält und uns Reichtum und Wohlstand schenkt.

Auf der Ebene der menschlichen Entwicklung ist dies die Zeit unserer Lebensmitte, die Phase von Ende Dreißig bis Ende Vierzig.Für Frauen die sich für Kinder entschieden haben, sind diese Jahre ausgefüllt mit ihren mütterlichen Verpflichtungen. Es sind auch die Jahre, in denen wir uns zum Zenit, dem Höhepunkt unseres Schaffens, aufschwingen. Oft beginnen wir Anfang Vierzig noch einmal mit etwas Neuem. Es ist, als würden wir uns in diesen Jahren mit ganzer Kraft aufmachen, um uns auf unsere größtmögliche Sonnenkraft, Ausstrahrung und Reife hinzubewegen.

Die Göttin zu dieser Jahreszeit verkörpert die partnerschaftliche und mütterliche Göttin. Die zunehmend in Licht und Hitze erstrahlende feurig-heiße Sonnengöttin, die einerseits Leben erhält und andererseits Leben zerstört, steht zu dieser Zeit in enger Verbindung mit ihrem Gegenpol, der kühlenden, nährenden Mondgöttin. Diese ist die Herrin der Nacht und steht mit allen Formen des Wassers in Verbindung: Tau, Regen, Bäche, Flüsse, stille klare Seen und das Meer. Zur Macht der Sonnengöttin in ihrem roten Aspekt der größtmöglichen Entfaltung kommt jetzt die Macht der roten Vollmondgöttin, die mütterlich für ihre Kinder sorgt, sie nährt und schützt, sie umsorgt und ihnen Geborgenheit gibt, damit sie sich entfalten können. Dies ist die Zeit der voll entfalteten roten Sonnen- und Mondgöttin in ihrem leidenschaftlichen, feurigen, jetzt aber vor allem mütterlich-nährenden und schützenden Aspekt. Sie ist die große Muttergöttin, die Göttin der Fülle und des Überflusses.

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