Frühlingtagundnachtgleiche - Ostara - Wachsen und Werden

 

Die Botschaft der Frühlingtagundnachtgleiche für dich:

Alles ist im Wachsen und Werden begriffen. Es ist ein neuer Zyklus des Gedeihens. Schließe dich an. Lass auch in dir das Neue wachsen. Lass deine Inspiration sprießen und nähre sie. Nähre sie, damit sie dich glücklich machen und du später ernten kannst.

tl_files/devananda/bilder-bei-texte/ostara.jpgIm Jahreskreis liegt die Frühlingtagundnachtgleiche im Osten. Es wird um den 21. März gefeiert, wenn es gleich lange hell und dunkel ist. Es kündigt die Rückkehr des Lichtes an. 

Tag und Nacht halten sich die Waage. Ein Gleichgewicht, das alle Lebewesen mit dem Aufsteigen der Lebenskraft in Kontakt bringt. Es ist ein Fest der erwachenden, ergrünenden Erde. Ostara bringt uns die Sonne, das Licht, die Wärme und das Leben wieder zurück und symbolisiert neues Wachstum und Wiedergeburt. Ostara kämpft jedes Jahr gegen die Eisriesen des Winters (Skadi) und trägt schließlich den Sieg davon. Kälte und Frost müssen sich zurückziehen, die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen auf die Welt – der Frühling kann beginnen. Nach dem langen Winter beginnt die Auferstehung der Natur. Als Frühlingsbotin ist sie das Sinnbild der zeugungsbereiten und erwachenden Natur.

Die Frühlingtagundnachtgleiche markiert im Jahreslauf das Ende des dunklen Halbjahres und läutet die Zeit des lichten Halbjahres ein. Natur und Mensch drängt es nach draußen ans Licht. Ostara bringt Fruchtbarkeit und Lebensfreude. Ab jetzt wird vor allem eines in Freude gefeiert: die Wiederkehr des Lebens! Und es ist ein pralles Leben, voller Sinnlichkeit und Sinneslust, die Pflanzensamen drängen ans Licht und die Sexualtriebe von Tier und Mensch zur Partnersuche. Das erste Grün zeigt sich an den Bäumen, und erste Blüten repräsentieren die aufsteigenden Kräfte. Die aufsteigenden Säfte in den Lebewesen lassen sich nicht mehr unterdrücken. Es ist die Zeit der Lust, Freude, Kreativität und Fortpflanzung.

Mit der Würdigung der Frühlingsgöttin Ostara, die auch den Sonnenaufgang im Osten und damit das wiederentfachte Feuer in allem Leben (in den Osterfeuern lebt die alte Tradition fort) repräsentiert, legen wir rituell die alten Blockaden durch Scham und Schuld ab, die uns von anderen auferlegt wurden. Wir begrüßen das neue Licht und das Leben, das unseren wunderbaren Körper, das Gefährt der Seele, in seiner ganzen Schönheit begleitet und das in dieser Zeit der erwachenden Fülle nach außen hin gezeigt werden darf. Es spielt hier keine Rolle, wie der Körper aussieht, jede Seele hat genau das Gefährt, das zu ihr am besten passt. Achtsam und vorsichtig, weil noch ungewohnt, dürfen wir auch nicht-perfekte Körperteile lieben lernen, wohl wissend, dass alles, was uns in Werbung und Medien vorgegaukelt wird, nichts anderes als Trug und Illusion ist, die unser inneres Wesen letztendlich nur lähmen. Ostara gibt uns dazu die Erlaubnis und fordert uns auf, unsere eigene Freiheit wieder in Anspruch zu nehmen!

Es beginnt die Zeit des Wachstums und des Lebens. Es ist die Zeit der ersten Aussaat, der Keim ist gepflanzt und beginnt zu wachsen. Das Neue schafft sich seinen Raum. Nach der langen Winterzeit spüren auch wir Menschen wie unsere Lebensenergie wieder angefeuert wird – unser inneres Feuer wird neu entfacht. Ostara leitet die Wende ein. Die Frühlingtagundnachtgleiche ist eine gute Zeit für Projektanfänge aller Art. Der Samen wurde gelegt, und die Vorbereitungszeit lief mehr oder weniger unbemerkt im Inneren (unbewusst) an.  Nach den rauen Zeiten des Winters, in denen wir Pläne geschmiedet und nach Ideen gesucht haben, finden wir nun neue Kraft, die sich durch das zunehmende Licht und das Wachstum der Pflanzen verstärkt. Ostara steht dabei für Erneuerung, beginnendes Leben, Neuanfang. Wir suchen nach neuen Wegen, um unsere Ideen und Ziele zu verwirklichen und erkennen jetzt, welche Schritte dazu notwendig sind. Wir werden kreativ und sprühen vor Schaffenskraft. Die göttlichen Kräfte der Natur haben ihr gutes Werk getan, soweit man nicht zur falschen Zeit aus Ungeduld um ein früheres Ergebnis des Gewünschten die Erde vor der Zeit aufgegraben hat, um zu kontrollieren, was da im Dunklen geschieht. Das nämlich hätte den Samen gestört, wenn nicht sogar zerstört. Die Kraft der Ostara hilft uns bei der Verwirklichung unserer Ziele. Unsere konkreten Projekte haben gute und weniger gute Zeiten. Jetzt kann die Vision, die wir vielleicht schon zu Imbolc in unsere innere Erde gelegt haben, Realität werden. Die Grundlage für den Schritt aus der feinstofflichen Welt von Imbolc heraus wird geschaffen, um noch unsichtbare Visionen in grobstofflichen Vorgängen manifestieren zu können. Jetzt geht es darum, das Neue im Leben wachsen zu lassen, sodass aus der Erkenntnis eine aktive Handlung wird. Der Frühling ist dem Osten, wo alles beginnt, wo die Sonne aufgeht, zugeordnet. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte. Die Schwere der dunklen Zeit lichtet sich und die Lebenslust nimmt wieder zu. Der Tod ist überwunden und die Zeit der Fülle wird vorbereitet. Dies ist die passende Zeit, um aktiv zu werden. Alle Projekte der Lust, Freude, Gemeinschaft, sinnvollen Tätigkeit, Renovierung und Neugestaltung stehen unter dem guten Stern von Ostara. Wir beginnen nun mit der Umsetzung all dessen, was vielleicht schon lang in uns gereift ist, denn die Phase der Innenschau weicht nun dem aktiven Abschnitt des Jahres.